Wenn ein Produkt die Anforderungen der Kunden nicht erfüllt, verlieren alle. Die Design- und Konstruktionsteams sind frustriert, die Lieferanten leiden unter Umsatzeinbußen und das Produktionsteam muss umrüsten – nicht zu vergessen die Kunden, deren Erwartungen nicht erfüllt wurden und die deshalb einen schlechteren Eindruck von Ihrem Unternehmen erhalten.

Eine Möglichkeit, das bestmögliche Produkt zu entwickeln und herzustellen, ist es, Lieferanten, Partner, das interne Designteam, das Produktionsteam und die Kunden an einen Tisch zu bringen. Das ist jedoch kaum möglich, weil die verschiedenen Interessengruppen um den gesamten Globus verteilt sind. Ein persönliches Zusammentreffen ist manchmal einfach nicht praktisch umsetzbar.

Oder doch? Mit einer Lösung für Unified Communications (UC) können alle Beteiligten zu einer gemeinsamen Besprechung zusammengerufen werden. Im Folgenden wollen wir uns genauer anschauen, wie Sie alle Ihre Interessengruppen an einen virtuellen Tisch bringen können.

4 Möglichkeiten, wie der Designprozess dank UC effektiver gestaltet werden kann

BYOD – Mit einer UC-Lösung sind alle Interessengruppen miteinander vernetzt, ganz gleich, wo sie sich aufhalten und welche Technologie sie nutzen. Sie müssen eine Besprechung zwischen Ihrem Produktionsteam in Indien, Ihren in New York befindlichen Designern und Ihren Ingenieuren in Südkalifornien arrangieren? Kein Problem! Dank UC können alle Beteiligten mit ihren eigenen Geräten miteinander in Kontakt treten, seien es Mobilgeräte, Desktop-PCs oder Tablets. Sie können sogar ein Gespräch auf einem Gerät beginnen und auf einem anderen Gerät fortführen.

Tools zur Zusammenarbeit – Videokonferenzen können dank UC-Technologie in einer stärker personalisierten und sicheren Umgebung abgehalten werden. Nachdem sich die Teilnehmer eingewählt haben, können sie sich aktiv am Gespräch beteiligen und bleiben immer auf dem aktuellen Stand. Produktmanager können ihre Bildschirme freigeben, um Informationen zu Prototypen, Analysen von Benutzerdaten, technische Datenblätter oder sonstige für die Besprechung relevanten Materialien mit den anderen Teilnehmern auszutauschen. Während der Besprechung können sich Lieferanten, Partner und Kunden in Echtzeit per Textnachricht, Chat und E-Mail über eine sichere Internetverbindung einbringen.

Integration von Anwendungen – Die Analyse von Daten ist von entscheidender Bedeutung für den Design- und Konstruktionsprozess. Durch die Integration von CRM-Anwendungen und Business-Intelligence-Software in die UC-Plattform gewinnen Hersteller einen umfassenden Überblick über die Anforderungen, Herausforderungen und Rückmeldungen der Kunden. Die so gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen eine bessere Abstimmung der Produktentwicklung auf die Erwartungen der Kunden, sodass das Risiko eines Produkts, das hinter den Erwartungen zurückbleibt, beträchtlich gemindert wird.

Maßgeschneiderte Arbeitsabläufe – Auch Sie nutzen sicherlich spezielle Software und Arbeitsabläufe für die Verwaltung und Steuerung Ihres Design- und Produktionsprozesses. Durch ihre Integration in eine Unified-Communications-Lösung kann der gesamte Prozess verschlankt werden, sodass Ihr Team in einer zentralen Anwendung Projekte verwalten, Fortschritte beim Erreichen bestimmter Ziele verfolgen, alle Beteiligten auf dem Laufenden halten und wichtige Informationen austauschen kann.

Wie alle Beteiligten dank der Cloud enger zusammenrücken

Keiner der oben beschriebenen Anwendungsfälle ist nur ein Gedankenspiel. Tatsächlich macht sich Boeing Cloud-Technologie bereits heute zunutze, um Produktteams in einem virtuellen Besprechungsraum im unternehmenseigenen Center for Applied Simulation and Analytics (CASA) in Huntsville, Alabama (USA), an einen Tisch zu bringen.

Dazu vernetzt Boeing Mitarbeiter und Lieferanten aus der ganzen Welt mittels cloudbasierter Kommunikationslösungen. Diese umfassen Tools für Videokonferenzen, Software für die interaktive Anzeige von Inhalten und Technologien im Zusammenhang mit dem Internet of Things (IoT).

 „Da Informationen in einem animierten Diagramm visuell dargestellt werden, können wir präzise bestimmen, in welchen Bereichen wir Verbesserungen vornehmen müssen, und umgehend feststellen, wenn etwas gehörig schief zu laufen droht“, erklärt Randy Krohn, Test & Evaluation Software Engineer bei Boeing. „Das ist um Längen besser, als trockene Zahlen und Texte auf einem kleinen Anzeigegerät durchzugehen.“ 

Die Technologie ermöglicht Boeing ebenfalls den Einsatz von Analyseanwendungen, mit deren Daten Produkte, die den Erwartungen der Kunden gerecht werden, schneller auf den Markt gebracht werden können. „Im CASA sind wir in der Lage, riesige Datenmengen, die wir über unsere Kunden, Märkte und Produkte sammeln, auszuwerten, um Produkte der nächsten Generation schneller und effizienter zu bauen und unseren Kunden den Nutzen der erfassten Daten besser begreiflich zu machen“, berichtet Ted Colbert, Chief Information Officer und Senior Vice President für Information & Analytics bei Boeing. 

Boeing mag zwar in dieser Hinsicht anderen Unternehmen voraus zu sein, jedoch nicht viel. In einer in der Fachzeitschrift IndustryWeek veröffentlichen Studie, die vom Marktforschungsunternehmen IDC unter Herstellern und Produzenten weltweit durchgeführt wurde, gaben 50 Prozent der Befragten an, bis 2019 mit Kunden beim Produktdesign direkt zusammenarbeiten und ihre Produkte so verbessern zu wollen. Schätzungen von IDC zufolge wird dieser Ansatz die spätere Erfolgsquote von Produkten auf dem Markt um 25 Prozent erhöhen.

Deshalb können sich Hersteller und Produzenten, die sich Unified Communications zunutze machen, jetzt einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Wenn alle Interessengruppen mühelos zusammenarbeiten, können sie den Designprozess bereits frühzeitig um wichtige Beiträge und neue Perspektiven bereichern. In der Folge können Produkte schneller auf dem Markt eingeführt, das Kundenerlebnis verbessert und mehr Einnahmen generiert werden.

Digitale Transformation für Dummies

Der digitale Wandel hat für Unternehmen und IT-Verantwortliche mittlerweile höchste Priorität. In der heutigen Geschäftswelt gründet sich die nachhaltige Marktführerschaft eines Unternehmens nicht mehr allein auf die besten Produkte oder die besten Mitarbeiter. Um Marktführer werden zu können, kommt es auch auf Agilität und die schnelle Anpassung an sich rasch entwickelnde Markttrends an. Unternehmen, die den Anforderungen eines sich schneller denn je verändernden dynamischen Geschäftsklimas nicht gewachsen sind, werden stark zu kämpfen haben.

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