Als Kinder lernen wir, dass ebenso wie bei Schneeflocken keine Wolke („cloud“) der anderen gleicht. Es gibt Zirruswolken (zarte Federwolken), Kumuluswolken (weiße Quellwolken) und Stratuswolken (Schichtwolken) mit einer scheinbar unendlichen Anzahl von Unterformen. Ebenso kann auch cloudbasierte Kommunikationstechnologie in Kategorien unterteilt werden, nämlich Kommunikationssysteme in einer Public, Private oder Hybrid Cloud. Um die verschiedenen Cloud-Modelle voneinander zu unterscheiden, ist mehr erforderlich als nur ein anderer Name. Deshalb herrscht große Verwirrung hinsichtlich der Funktionen und Merkmale jeder Kategorie. Dieser Blogbeitrag soll einige der Unklarheiten in Bezug auf cloudbasierte Kommunikationslösungen beseitigen und Ihnen bei der Auswahl des für Sie am besten geeigneten Systems helfen.

Public Cloud

Wenn von einem System oder einer Anwendung in der Cloud die Rede ist, denken die meisten sicherlich an die Public Cloud. Wie der Name schon sagt, ist hierbei die Infrastruktur öffentlich verfügbar. Sie ist als Multi-Tenant-System (d. h. mehrere Unternehmen nutzen dieselbe Infrastruktur) ausgeführt und stellt Unternehmen einen bestimmten Anteil von Kapazitäten pro Monat zur Verfügung, der sich nach dem aktuellen Bedarf der Unternehmen richtet. Zu den Beispielen für Public Cloud-Plattformen gehören Amazon Web Services und Google Cloud Storage sowie anwendungsspezifische Cloud-Angebote wie Adobe Creative Cloud und Salesforce.com.

Public Clouds erfreuen sich häufig deshalb großer Beliebtheit, weil sie Funktionen zu einem geringen Einstiegspreis (schließlich muss für eine Public Cloud-Lösung keine eigene Hardware angeschafft werden) bieten und die schnelle Erweiterung der Kapazität in Spitzenzeiten ermöglichen. So kann ein Videokonferenzsystem, das in der Public Cloud bereitgestellt wird, nahtlos erweitert werden, um den hohen Kapazitätsbedarf während einer Versammlung aller Mitarbeiter zu decken. Anschließend kann es wieder verkleinert werden. Leider hegen einige Unternehmen, insbesondere diejenigen, die in stark regulierten Branchen wie dem Finanz- und Gesundheitswesen tätig sind, Sicherheitsbedenken hinsichtlich der „öffentlichen“ Verfügbarkeit.

Private Cloud

In Unternehmen, in denen Sicherheit Vorrang vor den Kosten hat, ist eine Private Cloud der bessere Weg. Eine Private Cloud-Lösung bietet viele der Effizienzvorteile der Public Cloud, z. B. Virtualisierung, konvergente Infrastruktur usw. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass es sich um ein privates, dediziertes System in einem unternehmenseigenen Rechenzentrum handelt und die Lösung nicht von einem Drittanbieter aus der Ferne bereitgestellt und verwaltet wird. Durch diese Abschottung in einer Private Cloud können Unternehmen den Zugang zum System ebenso wie die Sicherheit vollständig kontrollieren, um so die für ihre Branche geltenden Compliance-Anforderungen erfüllen und sensible Daten schützen zu können. Dieses hohe Maß an Sicherheit hat jedoch seinen Preis. Private Clouds sind in der Regel teurer als eine Bereitstellung in der Public Cloud, weil Investitionen in Hardware und die für ihre Verwaltung benötigten IT-Ressourcen anfallen.

Cloud-Kommunikation für Dummies


 

Hybrid Cloud

Das dritte Cloud-Modell ist die Hybrid Cloud, eine Mischung aus Public und Private Cloud. Warum sollten Sie beide Cloud-Typen kombinieren wollen? Kommen wir dafür wieder auf das obige Beispiel des Videokonferenzsystems zurück, das je nach Bedarf erweitert oder verkleinert werden kann. In einer Private Cloud müsste das Unternehmen mehr Kapazitäten als benötigt bereitstellen, um den Bedarf zu eventuell eintretenden Spitzenzeiten decken zu können. Oder anders ausgedrückt: die meiste Zeit bliebe ein beträchtlicher Teil der Kapazitäten in seiner Private Cloud ungenutzt. Wenn es jedoch seine Private Cloud bei einem höheren Bedarf um zusätzliche Kapazität aus der Public Cloud erweitern kann – eine als Cloudbursting bezeichnete Methode – kann das Unternehmen das gewohnt hohe Leistungsniveau zu geringeren Kosten gewährleisten, ohne dass die Sicherheit beeinträchtigt ist.

Welche Lösung ist die richtige für Sie?

Wie Sie sehen, hängt die Auswahl der am besten geeigneten Cloud-Lösung von Ihrem jeweiligen Anwendungsfall ab. Damit Sie auch in Zukunft ausreichend flexibel sind, sollten Sie nach Lösungen Ausschau halten, die gängige Anwendungen wie OpenStack und verbreitete Hypervisor-Lösungen wie vSphere von VMware unterstützen. Auf diese Weise können Sie sich Public und Private Cloud-Umgebungen im Bedarfsfall einfacher zunutze machen.

Erfahren Sie mehr über cloudbasierte Kommunikationssysteme >

 

Digitale Transformation für Dummies

Der digitale Wandel hat für Unternehmen und IT-Verantwortliche mittlerweile höchste Priorität. In der heutigen Geschäftswelt gründet sich die nachhaltige Marktführerschaft eines Unternehmens nicht mehr allein auf die besten Produkte oder die besten Mitarbeiter. Um Marktführer werden zu können, kommt es auch auf Agilität und die schnelle Anpassung an sich rasch entwickelnde Markttrends an. Unternehmen, die den Anforderungen eines sich schneller denn je verändernden dynamischen Geschäftsklimas nicht gewachsen sind, werden stark zu kämpfen haben.

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