Wenn Sie Ihr geschäftliches Kommunikationssystem um Mobilitätsfunktionen erweitern möchten, haben Sie sich wahrscheinlich bereits mit der Möglichkeit auseinandergesetzt, Ihre bestehende Wi-Fi-Infrastruktur zur Bereitstellung von VoWLAN zu verwenden. Auf den ersten Blick scheint das die ideale Lösung zu sein – sie spart Geld und liefert Vorteile in puncto Mobilität. Doch ist VoWLAN wirklich das Mittel der Wahl für Ihre Sprachkommunikation?

VoWLAN klingt zwar in der Theorie sehr gut, es sind jedoch einige Einschränkungen zu beachten. Im Folgenden finden Sie eine Gegenüberstellung der Funktionen von VoWLAN und DECT – einem etablierten Standard für Sprachkommunikation – die Ihnen helfen soll, sich für die Lösung zu entscheiden, die für Ihr Unternehmen am sinnvollsten ist.

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Wi-Fi ist eine paketbasierte Übertragungstechnik für den Einsatz in der Datenkommunikation. Deshalb ist es nicht überraschend, dass sie bei Sprachkommunikation unzuverlässig funktioniert. Sie ist einfach nicht dafür gemacht. Wenn mit allen Mitteln versucht wird, einem Wi-Fi-System Funktionen zur Sprachkommunikation überzustülpen, treten zwangsläufig gewisse Probleme auf.

Für eine erfolgreiche VoIP-Bereitstellung muss die Sprachkommunikation gegenüber der Datenkommunikation bevorzugt behandelt werden. Eine fehlerhafte Priorisierung konkurrierender Datenströme kann zu Aussetzern, verzerrtem Ton und Verbindungsabbrüchen führen. Die DECT-Technik hingegen wurde von Anfang an für Sprachkommunikation entwickelt und arbeitet entsprechend auf einer isolierten Frequenz, sodass alle Ressourcen für die Sprachkommunikation genutzt werden können. Während die Wi-Fi-Technologie und das VoWLAN-Konzept noch relativ jung sind, ist DECT eine bereits seit mehr als 20 Jahren erprobte und ausgereifte Sprachkommunikationstechnik.

Der Standort ist entscheidend

Sie sind der Meinung, dass VoWLAN Ihr Unternehmen in ein Paradies der Mobilität verwandeln wird? Denken Sie noch einmal genauer darüber nach. Da WLAN-Datennetzwerke normalerweise räumlich auf Bereiche im Unternehmen begrenzt sind, an denen sich Arbeitsstationen und PCs befinden, decken sie Flure, Treppenhäuser oder Außenbereiche oft nicht ab. VoWLAN bietet zudem kein nahtloses Roaming zwischen verschiedenen Zugangspunkten. Die mit VoWLAN erreichte Mobilität kann sich dadurch schnell wie eine zu kurze Leine anfühlen.

Wenn ein Benutzer sich während eines Sprachanrufs über WLAN von einem Zugangspunkt zu einem anderen bewegt, muss darüber hinaus ein neuer verschlüsselter Tunnel zum neuen Zugangspunkt aufgebaut werden, sodass die Verbindung unterbrochen wird. Spätestens hier ist der Mythos des „nahtlosen“ VoWLAN widerlegt. DECT-Netzwerke hingegen unterstützen eine unterbrechungsfreie Übergabe von Sprachanrufen, während der Benutzer sich bewegt.

Mobilteile: Eine Frage der Qualität und der Quantität

DECT ist typischerweise stärker skalierbar als VoWLAN. Letzteres unterstützt im Normalfall sieben aktive Mobilteile pro Zugangspunkt, realistischer sind allerdings maximal vier oder fünf, bevor es zu Qualitätseinbußen kommt (drei, wenn Daten übertragen werden). Eine DECT-Lösung wie Mitel SIP-DECT unterstützt bis zu acht gleichzeitige Anrufe pro Zugangspunkt.

Die Vertraulichkeit vertraulicher Informationen

Kommt es vor, dass die Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen sensible Informationen per Telefon austauschen? Geschäftsgeheimnisse? Personenbezogene Daten? Medizinische Daten? Welche Technologie bietet ein höheres Maß an Schutz vor einer Offenlegung, wenn Gespräche in Ihrem Unternehmen vertraulich bleiben sollen – DECT oder Wi-Fi?

DECT bietet integrierte anerkannte Sicherheitsprotokolle (wie Verschlüsselung und Zugriffssicherheit durch Authentifizierung und Identifikation). Aus diesem Grund sind keine externen Authentifizierungsdienste erforderlich, sodass sowohl bei der Ersteinrichtung als auch bei der Wartung im Hinblick auf die Sicherheit ein geringerer Aufwand für die IT-Abteilung besteht. Hinzu kommt, dass DECT-Geräte über ein geschlossenes drahtloses System kommunizieren, sodass Betrugsszenarien wie Abhören, Identitätsdiebstahl und andere Sicherheitslücken vermieden werden können.

Auf Grundlage von Authentifizierung, Autorisierung, Konten und Verschlüsselungsmaßnahmen kann auch eine solide VoWLAN-Sicherheitsstrategie kann umgesetzt werden. Allerdings müssen Sie sich immer vor Augen halten, dass dazu verschiedene IT-Richtlinien und fortlaufende Wartungsmaßnahmen erforderlich sind.

Kurz gesagt, Sie müssen Ihre Sicherheitsanforderungen festlegen und Ihre Strategie für den Aufbau, die Implementierung und die Überwachung der Maßnahmen zum Schutz Ihrer Daten frühzeitig in den Entscheidungsprozess einfließen lassen.

Die wahren Kosten Ihrer Geschäftstätigkeit

Für manche Unternehmen sind die Einsparungen im Zusammenhang mit VoWLAN sinnvoll, insbesondere wenn sie Faktoren wie die Sprachqualität, die tatsächliche Reichweite des Netzwerks, Sicherheitsfragen und Hardwareprobleme vollständig berücksichtigt haben. Auf den ersten Blick scheint die Nutzung der Wi-Fi-Infrastruktur vielleicht günstiger als eine DECT-Implementierung.

Leider unterschätzen die meisten Unternehmen die Kosten für die Aufrüstung eines WLAN-Systems zu einem voll VoWLAN-fähigen Netzwerk und lassen die Tatsache außer Acht, dass ein VoWLAN-Upgrade sich nicht ausschließlich auf Hardware beschränkt. Die bestehende Anzahl an Zugangspunkten muss erhöht werden. Dafür sind Fachwissen und eine umsichtig geplante Kanalbelegung der einzelnen Zugangspunkte erforderlich. Möglicherweise leidet die Sprachqualität. Möglicherweise ist die Mobilität eingeschränkt. Möglicherweise ist die Sicherheit beeinträchtigt. Um wirklich zu verstehen, ob VoWLAN oder DECT die richtige Lösung für Ihr Unternehmen ist, sollten Sie eine Analyse der tatsächlichen Kosten durchführen, in der Sie die Vor- und Nachteile beider Optionen berücksichtigen.

Wie geht es weiter?

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