Bandbreitenkontrolle von Videolinks

Der Videostream von Videoverbindungen wird von der Bandbreitensteuerung gesondert behandelt.

Ein Videoanruf benötigt für die Übertragung der Videodaten (Videostream) zusätzliche Bandbreite, aber keine zusätzlichen DSP-Ressourcen, da der Videostream nicht über den Kommunikationsserver geführt wird. Im Bandbreitenmodell wird der Bandbreitenbedarf für Video als 2. Priorität in die Berechnung miteinbezogen. Steht für den Videostream nicht genügend Bandbreite zur Verfügung, wird die Verbindung ohne Video aufgebaut.

Um zu verhindern, dass eine WAN-Strecke durch einen Videoanruf blockiert wird, können Sie einen Mindestbedarf an Bandbreite für den Audiostream reservieren. Der Mindestbedarf soll dabei so ausgelegt werden, dass die gewünschte Anzahl gleichzeitiger Verbindungen als Audioverbindungen aufgebaut werden können.

Abbildung 1. Behandlung des Videostreams in der Bandbreitensteuerung


Tabelle 1. Legende und Erläuterung

Verfügbare Bandbreite

Videostream eines Anrufes

Reservierte Bandbreite für Audio ( =q2, Parameter Reservierte Bandbreite für Audio Ansicht)

Diese Verbindung oder dieser Verbindungsteil kann aufgebaut werden.

Audiostream eines Anrufes

Diese Verbindung oder dieser Verbindungsteil kann nicht aufgebaut werden.

A

Eine Audioverbindung ist aufgebaut, zwei weitere kommen dazu

B

Eine Videoverbindung ist aufgebaut, eine zweite Audioverbindung kommt dazu, eine dritte Audioverbindung kann nicht mehr aufgebaut werden

C

Eine Audioverbindung ist aufgebaut, eine weitere kommt dazu. Der dritte Anruf ist ein Videoanruf. Aus Platzgründen wird dieser nur als Audioverbindung aufgebaut.

D

Ein Videoanruf wird als Audioverbindung aufgebaut, da der Bandbreitenbedarf des Videostreames grösser ist als Bandbreite zur Verfügung steht. Ein weiter Audioanruf kann aufgebaut werden.