Anrufgebühren - Allgemein

Hier finden Sie allgemeine Einstellungen zur Gebührenzählung.

Tabelle 1. Allgemein

Parameter

Erläuterung

Währung

Tragen Sie hier die Währung ein, die auf den Gebührenprotokollen angezeigt werde soll.

Gebührenwert

Tragen Sie hier den Multiplikator ein, mit dem bei analogen Netzschnittstellen die vom Provider gesendeten Gebührenimpulse auf den aktuellen Gebührenwert umgerechnet werden.

Aufrunden

Inkrement der Rundungsstufen. Rundet eine Gebühr auf die jeweils nächste Stufe. Beispiel: Wenn der eingestellte Wert 0.1 ist (Standardwert), wird eine Gebühr von 1.23 auf 1.3 gerundet. Wenn der eingestellte Wert 0.2 ist, wird 1.23 auf 1.4 aufgerundet.

Wechselkurs

Tragen Sie hier den aktuellen Wechselkurs ein, wenn Sie die Verbindungsgebühren in einer anderen Währung administrieren möchten, als diejenige, die der Provider bei den digitalen Netzschnittstellen in den mitgeschickten Gebühreninformationen verwendet.

Datenschutz Privat

Die letzten vier Ziffern der aufgeführten Rufnummern von privaten Anrufen werden durch Kreuze ersetzt.

Datenschutz Geschäft

Die letzten vier Ziffern der aufgeführten Rufnummern von geschäftlichen Anrufen werden durch Kreuze ersetzt.

Kostenstellenlänge (dynamische Zuordnung)

Die Gebühren einzelner Gespräche können auch externen Kostenstellen belastet werden. Externe Kostenstellen müssen eine 2- bis 9-stellige Nummer haben. Sie werden in einem Datenfeld eines Ausgabeformates eingetragen und können von einer Verbindungsdatenapplikation ausgewertet werden.

Übertragung der Gebühren

Dieser Parameter bestimmt, wem die Gebühren bei einer internen Vermittlung belastet werden.

Situation: Der Benutzer A führt ein externes Gespräch. Nach einer gewissen Zeit übergibt er das Gespräch dem Benutzer B.

Die bereits angefallenen Gebühren und die nachfolgenden Gebühren werden Benutzer B belastet.

Die bereits angefallenen Gebühren werden Benutzer A, die nachfolgenden Gebühren werden Benutzer B belastet.

Anmerkung:

Bei einem Vermittlungsplatz werden alle Gebühren immer Benutzer B belastet, unabhängig von der Konfiguration des Parameters.

Gebührenrückruf Standard (s)

Mit der Aktivierung eines Gebührenrückrufs kann ein Benutzer A eine Amtsleitung an einen internen Benutzer B vermitteln, der nicht amtsberechtigt ist. Am Ende des externen Gesprächs hat Benutzer B die Möglichkeit, erneut ein oder mehrere externe Gespräche zu führen. Dazu muss er die Leitung erneut belegen, bevor der Gebührenrückruf auf Benutzer A erfolgt. Hier legen Sie die Zeit in Sekunden fest [0s...120s] bevor dieser Gebührenrückruf erfolgt. Beim Wert 0s erfolgt der Gebührenrückruf sofort.

Die Zeit ist für Standardbenutzer und Kabinenbenutzer separat konfigurierbar (Parameter Verbindung bei den Benutzereinstellungen).

Gebührenrückruf Kabine (s)

Wahlkontrolle wenn Buffer voll

Wenn aus irgendeinem Grund der Drucker nicht drucken oder der PC Daten nicht empfangen kann, so werden die nächsten Gespräche im Kommunikationsserver intern gespeichert. Danach wird die gewählte Wahlkontrolle (z. B. die Not-Wahlkontrolle) aktiv. Dann können nur noch die Nummern gewählt werden, die diese Wahlkontrolle zulässt.

ICL-Nummer für nicht zugewiesene Anrufe

Wenn ein eingehender Anruf nicht zugewiesen werden kann, wird er als ICL-Nummer zugewiesen.

Automatisches Vermittlungsziel als Benutzernummer

Wenn ein eingehender Anruf über die Automatische Vermittlung weitergeleitet wird, wird die Benutzernummer in einem Anrufdatensatz (CDR) aufgezeichnet.

Beispiel: Ein externer Anruf (Anrufer A) geht ein und wird an einen internen Benutzer B weitergeleitet, der an die Automatische Vermittlung weitergeleitet wird (d. h. Bedingungslose Anrufweiterleitung (CFU) an eine Sprachmailbox mit einem zugewiesenen automatischen Vermittlungsprofil). Anrufer A erhält zum Beispiel die Option zum Wählen: Von Dual Tone Multi Frequency (DTMF) 1, um zu einem anderen Anrufverteilungselement (CDE) mit dem Ziel Benutzer C umgeleitet zu werden, oder zum Wählen von DTMF 2, um zu einem anderen CDE mit dem Ziel Benutzer D umgeleitet zu werden.

Der CDR zeigt die Nummer von Benutzer B an (an den der Anruf ursprünglich weitergeleitet wurde).

Der CDR zeigt entweder die Nummer von Benutzer C oder die Nummer von Benutzer D an, abhängig von der vom Anrufer A gewählten DTMF-Ziffer. Wenn das Ziel im CDE nicht Benutzer C (oder D) ist, sondern eine Benutzergruppe, dann wird die interne Nummer der Benutzergruppe im CDR angezeigt.

OCL nur bei Verbindung

Abgehende Verbindungen werden nur im OCL-Anrufprotokoll erfasst, wenn eine Gesprächsverbindung zustande gekommen ist.

Minimalgebühren für Kostenstellen (OCL)

Abgehende Anrufe mittels Kostenstellenwahl werden ab dem hier festgelegten Gebührenwert ausgegeben.

Minimalgebühren für Privatverbindungen (OCL)

Abgehende Anrufe mittels privatem Amtszugang werden ab dem hier festgelegten Gebührenwert ausgegeben.

Minimalgebühren für Geschäftsverbindungen (OCL)

Abgehende Anrufe mittels Amtszugang Geschäft werden ab dem hier festgelegten Gebührenwert ausgegeben.

Minimalgebühren für Zimmerverbindungen (OCL)

Abgehende Anrufe mittels Amtszugang Geschäft werden ab dem hier festgelegten Gebührenwert ausgegeben.

Anmerkung:

In einer AIN können die Gebührenwerte, ab denen ein Ausdruck erfolgt, mit den regionalen Einstellungen für jeden Knoten speziell angepasst werden. Bitte beachten Sie, dass die Werte in der gesamten AIN in derselben Währung angegeben werden und im gesamten System definiert sind.

Tabelle 2. Anrufprotokollierung im Leben

Parameter

Erläuterung

Dienst aktiv

Um die CDR-Funktionalität zu aktivieren oder zu deaktivieren.

löst die Generierung einer CDR-Datei aus.

Standardmäßig ist das Kontrollkästchen Dienst aktiv deaktiviert.

Häufigkeit der Erzeugung

Konfigurationsparameter zur Steuerung der Generierung einer neuen CDR-Datei.

CDR-Dateinamenformat ist "SystemName-cdr-YYYY-DD-MM.csv".

Täglich - wenn die Datei nicht existiert, wird eine neue Datei für das aktuelle Datum generiert.

Monatlich - wenn die Datei nicht existiert, wird eine neue Datei für das aktuelle Datum generiert. Wenn die Datei bereits existiert, wird dieselbe Datei für die Protokollierung der Daten für das aktuelle Datum verwendet.

Der Standardwert ist Monatlich.

Aufbewahrungszeitraum(Monat)

Konfigurationsparameter zur Steuerung der Anzahl der zu speichernden CDR-Dateien.

Standardwert ist 1.

E-Mail-Empfängerliste (kommagetrennt)

So konfigurieren Sie eine Liste von E-Mail-Adressen (kommagetrennt). Die Empfänger erhalten die gezippte CDR als E-Mail-Anhang.

Anmerkung: Damit dies funktioniert, muss in der PBX ein gültiger SMTP-Server konfiguriert werden, unter WebAdmin > Konfiguration > IP-Netzwerk > SMTP Server.
Tabelle 3. Anrufprotokollierung

Parameter

Erläuterung

Dienst aktiv

Die Verbindungsdatenerfassung umfasst die Datenerfassung des ankommenden Verkehrs (ICL), des abgehenden Verkehrs (OCL) sowie die Zählung der erfassten Gebühren nach verschiedenen Kriterien (IGZ). Sie können einen der folgenden Dienste aktivieren:

Aus

Abgehende Verbindungsdatenerfassung (OCL)

Ankommende Verbindungsdatenerfassung (ICL)

Abgehende und ankommende Verbindungsdatenerfassung (OCL + ICL)

IP-Adresse/Hostname

Geben Sie hier die IP-Adresse oder den Hostnamen des Ausgabegerätes an. Dies kann z. B. ein Drucker oder ein PC sein.

TCP-Port

TCP-Port (Standardwert: 1080)

Seitenlänge

Seitenlänge eines Ausdrucks (Standardwert = 72). Beim Format Protokoll kann mit Seitenlänge = 99 der Seitenkopf unterdrückt werden.

OCL-Format

Ausgabeformat der abgehenden Verbindungsdatenerfassung (OCL) bzw. der ankommenden Verbindungsdatenerfassung (ICL).

PC1 bis PC5: Geeignet für die Ausgabe an einen PC. Das PC5-Format ist das umfassendste PC-Format und wird für alle Systeme empfohlen, wenn eine PC-Applikation zur Erfassung und Auswertung von Verbindungsdaten neu aufgesetzt wird.

Protokoll: Dieses Format ist geeignet für die Ausgabe an einen Drucker. Es enthält nicht alle Daten der PC-Formate.

Rechnung: Dieses Format ist geeignet um einzelne Gesprächsgebühren als Rechnung auszudrucken.

Anmerkung:

Das Rechnungsformat gibt es nur für die abgehenden Verbindungsdatenerfassung (OCL).

OIP: Das OIP-Format wird zum Senden von Anrufdaten vom Kommunikationsserver zum OIP-Server verwendet. Das Format basiert auf dem PC5-Format, enthält aber zusätzliche Informationen.

ICL-Format

Titelzeile des OCL-Anrufprotokolls (Rechnungsformat)

Hier können Sie eine Titelzeile für die Ausgabe Rechnungsformat definieren.

Sprache für Druck (Rechnungsformat und Protokoll)

Definieren Sie hier die Drucksprache für die Formate Rechnung und Protokoll. Damit wird die Kopfzeile in der richtigen Sprache protolliert.

Tabelle 4. SX-200-Dienst

Parameter

Erläuterung

Dienst aktiv

Zur Aktivierung der Funktion und zum Definieren der Art der aufzuzeichnenden CDR-Informationen. Sie können einen der folgenden Dienste aktivieren:

Aus

Abgehende Verbindungsdatenerfassung (OCL)

Ankommende Verbindungsdatenerfassung (ICL)

Abgehende und ankommende Verbindungsdatenerfassung (OCL + ICL)

Anrufdatensatz-Anwendung: IP-Adressbereich

IP-Adresse der CDR-Anwendung

Anrufdatensatz-Anwendung: TCP-Port

TCP-Port für die CDR-Anwendung

Zeitformat

Das im CDR-Datensatz verwendete Zeitformat. Es gibt zwei Formate: das 12-Stunden-Format und das 24-Stunden-Zeitformat.

CLIP und DDI(DID) in den Anrufdatensatz aufnehmen (eingehende Anrufe)

Das Kontrollkästchen wird aktiviert, wenn die Protokollierung eingehender Anrufe (OCL) oder die Protokollierung ausgehender + eingehender Anrufe (OCL + ICL) im Dropdown-Box Dienst aktivieren ausgewählt ist.

Zeitüberschreitung bei Anrufabschluss

Der Standardwert für die Zeitüberschreitung beträgt 30 Sekunden.

Tabelle 5. Individuelle Gebührenzählung (ICZ)

Parameter

Erläuterung

Dienst aktiv

Verbindungsgebühren werden erfasst.

Verbindungsgebühren werden nicht erfasst.

Tabelle 6. Gebührentickets

Parameter

Erläuterung

OpenCount-Gebührentickets generieren

Die Gebühreninformationen werden an OpenCount gesendet und im WebAdmin für den Systemassistenten wird die System-/PIN-Telefonie-Ansicht angezeigt. Dies gibt einen Überblick über die OpenCount-Konfiguration der PIN-Telefonie.

Aktion bei Speicherüberlauf Gebührentickets

Nicht blockieren: Die ausgewählte Ziffernsperre ist nicht aktiviert. Eingehende Gebührentickets werden verworfen.

Blockieren bei OCL-Speicherüberlauf: Die gewählte Wahlkontrolle wird aktiv, falls der Speicherüberlauf aufgrund eines blockierten Ausgabegerätes am IP-Ausgabeziel erfolgt.

Blockieren, wenn OpenCount-Puffer überläuft: Die ausgewählte Ziffernsperre ist aktiviert, wenn der Parameter OpenCount- Gebührentickets generieren aktiviert ist, aber können keine Gebührentickets über die OpenCount-Schnittstelle weiter übertragen werden.

Blockieren bei irgendeinem Speicherüberlauf: Die gewählte Wahlkontrolle wird bei einem Speicherüberlauf immer aktiv, egal von was er verursacht wurde.

Zuschlagsrechner

Mit einem Zuschlagsrechner kann auf die Verbindungsgebühr einen Zuschlag erhoben werden. Der Zuschlag setzt sich aus einem Grundzuschlag und gebührenabhängigen Zuschlägen zusammen.

Hier konfigurieren Sie bis zu 4 Zuschlagsrechner, die Sie über ihren Namen dann den Benutzern oder Gästezimmern zuordnen können.

Tabelle 7. Zuschlagsrechner

Parameter

Erläuterung

Name

Name des Zuschlagsrechners

Grundzuschlag

Ein vom Gebührenwert unabhängigen Zuschlag. Wird zu jedem gebührenpflichtigen Gespräch dazugerechnet.

Multiplikator 1

Gebührenwerte zwischen 0 und Ab Betrag 2 werden mit diesem Faktor belegt.

Ab Betrag 2

Beginn des 2. Gebührenbereichs

Multiplikator 2

Gebührenwerte zwischen Gebührenbeginn 2 und Gebührenbeginn 3 unterliegen diesem Faktor.

Ab Betrag 3

Beginn des 3. Gebührenbereiches

Multiplikator 3

Gebührenwerte zwischen Gebührenbeginn 3 und Gebührenbeginn 4 unterliegen diesem Faktor.

Ab Betrag 4

Beginn des 4. Gebührenbereiches

Multiplikator 4

Gebührenwerte ab dem Wert unter Ab Betrag 4 werden mit diesem Faktor belegt.

Die Kostenkurve eines Zuschlagrechners wird durch den Grundzuschlag und 4 Gebührenbereiche definiert. Für jeden der 4 Bereiche kann ein Faktor angegeben werden, mit dem die Gebühren innerhalb eine Gebührenbereiches multipliziert werden.

Konfigurationshinweise:

  • Um in einem Gebührenbereich tiefere Gebühren zu verrechnen, wählen Sie für den zugehörigen Multiplikator einen Wert kleiner als 1.

  • Um gebührenpflichtige Gespräche nicht dem Benutzer weiter zu belasten, wählen Sie für den ersten Multiplikator den Wert 0 und lassen die anderen Werte unverändert.

  • Um die Gesprächsgebühren auf einen oberen Wert zu begrenzen, legen Sie diesen Wert unter Ab Beitrag 2 fest und wählen den Wert 0 für den 2. Gebührenmultiplikator.

  • Um ein gebührenpflichtiges Gespräch erst nach einem bestimmten Betrag zu belasten, wählen Sie für den ersten Multiplikator den Wert 0, legen unter Ab Betrag 2 den Minimalbetrag für kostenpflichtige Gebühren fest und definieren den Zuschlag mit dem 2. Multiplikator.

Tabelle 8. Multiplikatorenwerte

Multiplikatorenwert

Gebühr

0

Im Gebührenbereich dieses Multiplikators werden keine Gebühren verrechnet.

<1

Im Gebührenbereich dieses Multiplikators werden tiefere Gebühren verrechnet.

>1

Im Gebührenbereich dieses Multiplikators werden höhere Gebühren verrechnet.