Was ist ein PBX?

Ein PBX ist ein Hardwaresystem, das das Routing und die Vermittlung von Anrufen zwischen einem Unternehmensstandort und dem öffentlichen Telefonnetz (PSTN) übernimmt. Ursprünglich war ein PBX kein Gerät, sondern eine Telefonistin an einer Vermittlungsstelle.

„Private“ bedeutet, dass es vom PSTN getrennt ist, auch wenn es sich mit diesem verbinden kann. „Branch“ beschreibt, wie sich ein PBX in das PSTN einfügt: Die Hauptleitungen heißen Trunks, und die Endpunkte, die daran angeschlossen sind und weniger Verkehr abwickeln, werden Branches genannt. „Exchange“ bezieht sich auf die Vermittlungsfunktion, bei der Verbindungen über ein begrenztes Leitungskontingent hergestellt werden.

Wozu dient ein PBX?

Ein PBX erfüllt die gleichen Aufgaben wie frühere Telefonisten, die Anrufe manuell über Kabel und Schaltfelder verbunden haben. Moderne Systeme sind automatisiert, extrem schnell und bieten weit mehr Funktionen.

Darüber hinaus stellt ein PBX Funktionen wie Anklopfen, automatische Vermittlung, Musik- oder Ansagetexte in der Warteschleife und Voicemail bereit. Erweiterte Funktionen wie Find-me/Follow-me, die besonders für mobile Mitarbeiter oder Vertriebsteams nützlich sind, gehören ebenfalls zum Leistungsumfang.

Was sind „Key Systems“? Sind sie dasselbe wie ein PBX?

Nein, Key Systems unterscheiden sich deutlich. Sie eignen sich in der Regel nur für kleine Unternehmen mit weniger als 50 Nutzern. Key System-Telefone verfügen über mehrere Tasten („Keys“) mit Leuchten, die anzeigen, welche Leitungen belegt sind. Sie bieten jedoch nur eingeschränkte Funktionen. Nutzer eines Key Systems haben meist keine eigene Durchwahl (DID) und keine persönliche Mailbox. Häufig werden eingehende Anrufe nach dem Prinzip „Alle klingeln“ verteilt.

Erfahren Sie mehr über unser Hosted PBX für kleine Unternehmen (Englisch) >

Welche Arten von PBX gibt es?

Es gibt vier Haupttypen von PBX-Systemen, die sich durch Standort und Technologie unterscheiden:

  • Traditionell vor Ort: in der Firma installiert, analog oder digital.
  • Traditionell gehostet: extern betrieben, analog oder digital.
  • IP-basiert vor Ort: in der Firma installiert, über IP-Kommunikation.
  • IP-basiert gehostet: extern betrieben, cloudbasiert.

Wie funktioniert ein PBX?

Das Herzstück eines PBX ist eine zentrale Steuereinheit, die das Routing der Anrufe übernimmt. Früher bedeutete das Kabelbäume und Schaltfelder, heute sind es kompakte und effiziente Leiterplatten.

Ein PBX basiert auf einem spezialisierten Computer, der viele Kommunikationswege gleichzeitig analysiert, effizient routet und Bandbreite optimal nutzt. Funktionen, die früher Raum und Personal erforderten, passen heute in ein einziges Rackmodul.

Hosted PBX gibt es in zwei Varianten: das Standard-Hosted-System und das virtuelle PBX. Letzteres ist oft abgespeckt und eignet sich eher für Ein-Standort-Szenarien mit begrenzten Funktionen.

Warum sollte man eine Art gegenüber einer anderen wählen?

Vor Ort vs. Gehostet

  • Vor Ort: direkte Kontrolle, aber hoher IT-Aufwand.
  • Gehostet: weniger Kontrolle, aber weniger technische Belastung für interne Teams.

Analog/Digital vs. IP

  • Analog/Digital: eigenständige Verkabelung, getrennt vom Computernetz.
  • IP: in das Computernetz integriert, ermöglicht vereinfachtes Management und Abrechnung.

Mehr über analoge vs. digitale Telefonsysteme (Englisch) > oder Vergleich mit IP-Systemen (Englisch) >

Kundenbewertungen

„Zum zweiten Mal in Folge haben Mid-Market- und Unternehmenskunden Mitel als ‚Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis‘ im jährlichen PBX-Zufriedenheitsbericht (On-Premises und Cloud) der Eastern Management Group bewertet. Dieses Jahr erhielt Mitel zudem den ersten Platz für die Kauferfahrung.“ — NoJitter

Lesen Sie, warum Mitel im Kundenzufriedenheitsbericht von Eastern Management als bestes Preis-Leistungs-Verhältnis für PBX eingestuft wurde (Englisch) >

Anwendungsbeispiel

Ein Unternehmen mit 100 Mitarbeitern benötigt nur 10 gleichzeitige Verbindungen ins öffentliche Netz. Mit einem PBX bezahlt es nur für 10 Leitungen, während interne Anrufe kostenlos sind. Zusätzlich können Funktionen wie Paging genutzt werden.

Was ist das PSTN?

Das PSTN (Public Switched Telephone Network) ist das weltweite öffentliche Telefonnetz. Es entstand im 19. Jahrhundert und entwickelte sich über Kupferleitungen, Vermittlungsstellen, Glasfaser und Satelliten. Heute wird es zunehmend durch VoIP ersetzt, da dies günstiger und zuverlässiger ist.

PBX vs. PSTN – Wo liegt der Unterschied?

Das PSTN ist öffentlich und verbindet weltweit Festnetztelefone. Ein PBX hingegen ist privat, gehört einer Firma und bietet erweiterte Funktionen wie Rufweiterleitung, Konferenzschaltungen oder individuelle Ansagen. Zudem dient es als Schnittstelle zwischen Unternehmensnetz und PSTN.

Definition von PABX

Ein PABX (Private Automated Branch Exchange) ist ein automatisiertes PBX. Es verbindet Anrufer per Software statt per menschlichem Operator.

  • Private: unabhängig vom PSTN und im Besitz der Firma.
  • Automated: automatische, schnelle Verbindungen, ressourcenschonend.
  • Branch: wenige externe Leitungen verbinden viele interne Leitungen.
  • Exchange: Vermittlungspunkt zwischen Anrufer und Empfänger.

Überblick & Historie von PABX

In den 1960er-Jahren eingeführt, wurde PABX in den 1970ern Standard und in den 1980ern vollständig automatisiert. Heute gibt es:

  • Konventionelles PABX: physisch installiert, vom Anbieter gewartet.
  • Gehostetes PABX: über das Internet bereitgestellt, günstiger und einfacher skalierbar.

PBX vs. PABX – Unterschied?

Heute sind die Begriffe praktisch identisch, da moderne Systeme automatisiert sind. „PABX“ betont lediglich die Automatisierung.

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PBX-Plattform Häufig gestellte Fragen

  • PBX steht für Private Branch Exchange – ein geschäftliches Telefonsystem, das mehrere ein- und ausgehende Leitungen verbindet und Funktionen wie Anrufweiterleitung, Voicemail, automatische Vermittlung und Find-me/Follow-me verwaltet.

  • PBX-Systeme entstanden aus manuellen Vermittlungsstellen, bei denen Operatoren Anrufe weiterleiteten. Mit der Zeit wurden sie automatisiert und bieten heute digitale Anrufweiterleitung und erweiterte Funktionen wie Warteschleifen, Voicemail und automatische Vermittlung.

  • Es gibt zwei Haupttypen:

    • On-Premise (traditionelle) PBX – lokal installiert und gewartet.
    • Gehostete (cloudbasierte) PBX – wird von einem Anbieter in der Cloud betrieben.
      Einige Unternehmen nutzen auch hybride Modelle, die beide kombinieren.
  • Eine gehostete PBX ist ein virtuelles, cloudbasiertes Telefonsystem, das von einem Anbieter über das Internet verwaltet wird. Es ersetzt lokale Server durch entfernte Infrastruktur, überträgt Anrufe über VoIP und senkt Investitionskosten sowie Wartungsaufwand.

  • Wichtige Vorteile:

    • Geringere Investitionskosten (keine Hardware erforderlich).
    • Weniger Wartungsaufwand.
    • Skalierbarkeit – einfache Anpassung der Leitungen.
    • Schnellere Funktionsupdates.
    • Zuverlässige Notfallwiederherstellung – Cloud-basiertes Failover.
  • Traditionelle PBX nutzt leitungsvermittelte Netzwerke, während VoIP Sprachübertragung über IP-Netzwerke ermöglicht. VoIP bietet moderne Integrationen, erweiterte Funktionen und größere Flexibilität. Viele Unternehmen kombinieren analoge PBX mit VoIP in hybriden Systemen.

  • VoIP bietet softwarebasierte Funktionen anstelle hardwaregebundener Einschränkungen – wie Voicemail-to-E-Mail, CRM-Integration, Softphone-Unterstützung, Geräteübergreifende Mobilität und geringere Wartungskosten – und ist damit flexibler und anwendungsorientierter.

  • Vor der Umstellung sollte die Kapazität, Qualität und Zuverlässigkeit des Datennetzwerks geprüft werden, um eine hohe VoIP-Anrufqualität sicherzustellen.

  • Gehostete PBX-Systeme eliminieren Anschaffungskosten für Hardware, reduzieren Wartung, beinhalten Anruffunktionen im monatlichen Preis und senken oft Gebühren durch Internet-Telefonie – was Kosteneffizienz und Flexibilität steigert.

  • Neben Sprachanrufen bieten moderne Systeme Video, Instant Messaging, Präsenz, Mobilität und Integration mit Collaboration-Tools – alles in einer einheitlichen Plattform zur Steigerung von Produktivität und Zugänglichkeit.

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  • Unternehmenskommunikation