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Damit Kommunikation kein Engpass wird: Wie moderne Lösungen das Gesundheitswesen stärken

Die Nachfrage im Gesundheitswesen ist im Wandel und wird sowohl komplexer als auch zunehmend unberechenbarer. Viele Einrichtungen kämpfen schon länger mit dieser Entwicklung. Doch mit den jüngsten Anstiegen bei Patientenvolumen und Behandlungskomplexität wird deutlich: Viele Kommunikationssysteme wurden für ein Versorgungsmodell entwickelt, das so nicht mehr existiert.

Was früher über planbare Abläufe funktionierte, wird heute durch asynchrone Versorgung und Personalengpässe geprägt. In diesem Umfeld ist Kommunikation das operative Rückgrat: Sie entscheidet darüber, ob eine Belastungsspitze zu bewältigen ist oder den Betrieb destabilisiert.

Trotzdem setzen viele Einrichtungen noch auf Architekturen aus einer anderen Zeit: fragmentierte Tools, isolierte Contact Center und Plattformen, die Lastspitzen kaum abfedern können.

Diese Lücke zwischen heutiger Versorgungsrealität und historisch gewachsener IT stellt Gesundheitseinrichtungen vor eine strategische Frage: Ist unsere Kommunikationsinfrastruktur flexibel genug für die nächste Dekade?

Neue Betriebsrealität erfordert neue Kommunikationsansätze

Der Druck steigender Nachfrage zeigt sich zuerst an den kritischen Eingangspunkten: Contact Center, Terminvergabe und klinische Ersteinschätzung.

Wenn die Nachfrage steigt, werden Contact Center so überlastet, dass Wartezeiten bei der Terminvergabe auf mehrere Stunden ansteigen können. Informationsweitergaben verlangsamen sich. Mitarbeitende müssen zusätzliche Aufgaben bewältigen, weil sie Updates über mehrere Plattformen hinweg koordinieren müssen. Nachsorge- und Überweisungsprozesse brechen zusammen. Und wenn Patienten zu lange warten, suchen sie sich ihre medizinische Versorgung woanders — mit direkten Auswirkungen auf Belegungsquoten und Einnahmen der Einrichtung.

Die Folgen sind messbar: längere Reaktionszeiten, höhere Abbruchraten, vermeidbare Patienten-Abwanderung. Die menschlichen Auswirkungen sind ebenso gravierend: steigende Erschöpfung beim Personal und wachsende Frustration bei Patienten.

Dabei können Kommunikationssysteme gezielt dafür ausgelegt werden, auch kleine Teams zu unterstützen. Einrichtungen, die auch in Spitzenzeiten gut abschneiden, haben eines gemeinsam: eine einheitliche, skalierbare Kommunikationsumgebung, die klinische und administrative Abläufe über alle Versorgungsbereiche hinweg verbindet.

Warum einheitliche, skalierbare Kommunikationssysteme jetzt entscheidend sind

Je unterschiedlicher die Versorgung und je variabler die Nachfrage, desto wichtiger wird eine stabile Kommunikationsinfrastruktur. Eine einheitliche Umgebung — Sprache, Video, Text und Contact-Center-Funktionen alles in einem interoperablen System — unterstützt diesen Wandel auf drei entscheidende Arten:

  • Nachfragespitzen abfedern: Skalierbare Architektur kann plötzliche Anstiege bei Anrufvolumen, Triage-Anfragen oder Terminvereinbarungen auffangen, ohne dass Mitarbeitende auf manuelle Alternativen angewiesen sind oder die Reaktionszeiten sinken.
  • Abläufe wieder zusammenführen: Wenn alle Teams in einer einzigen Umgebung arbeiten statt in einer fragmentierten Systemlandschaft aus verschiedenen Plattformen, können Informationen dem Patienten folgen. So wird weniger Zeit für die Suche nach Updates, mit doppelter Arbeit oder mit dem Navigieren verschiedener Plattformen verschwendet.
  • Kontinuität durch Integration sichern: Die Anbindung an Krankenhausinformationssysteme (KIS) und Praxisverwaltungssysteme (PVS) reduziert Mehrfacheingaben, minimiert Informationsverluste bei Übergaben und unterstützt eine zuverlässigere Patientenversorgung.

Zusätzlich eröffnen neue Funktionen wie KI-gestütztes Routing, Konversations-gestützte Triage und Kommunikation über mehrere Kanäle weiteren operativen Spielraum. Richtig eingesetzt, entlasten sie das Personal in Hochlastphasen durch Automatisierung routinemäßiger Kommunikationsaufgaben und bessere Lösungsquoten beim Erstkontakt.

Praxisbeispiele: Kommunikationsmodernisierung im amerikanischen Gesundheitswesen

Wir unterstützen Gesundheitseinrichtungen auf unterschiedlichsten Entwicklungsstufen bei der Modernisierung ihrer Kommunikationsumgebungen. Drei Beispiele aus dem amerikanischen Raum zeigen, wie strategische Upgrades in der Praxis aussehen:

Kids Plus Pediatrics (KPP) aus Pittsburgh zeigt anschaulich, wie Modernisierung die operative Leistungsfähigkeit stärkt. Mit drei Standorten und knapp 100 Mitarbeitenden hatte das Wachstum von KPP die Kapazitäten eines veralteten Telefonsystems überholt, das weder Einblicke in Anrufvolumen noch in den Personalbedarf bot.

Mit dem Wechsel zu einem einheitlichen System mit integriertem Reporting ersetzte KPP Vermutungen durch Echtzeitdaten zu Anrufmustern. Klinisches Personal kann nun Durchwahlen auf mobilen Geräten nutzen, und die Klinikleitung kann Ressourcen bei Lastspitzen sofort umverteilen. Das Ergebnis: eine belastbare Kommunikationsbasis mit niedrigeren Gesamtbetriebskosten — und Wachstumspotenzial ohne zusätzliche Kommunikationsreibung.

Die Regio Kliniken GmbH ist mit drei Akut-Krankenhäusern und 960 Planbetten der größte private Klinikbetreiber in Schleswig-Holstein.

An das Krankenhauspersonal werden täglich hohe Anforderungen gestellt. Moderne und zuverlässige Technik ist unabdingbar, um Erreichbarkeit und effizientes Arbeiten zu gewährleisten. Die Klinikgruppe entschied sich daher, ihre heterogene Kommunikationsinfrastruktur an insgesamt 14 Standorten – darunter Kliniken, Seniorenheime und Sanitätshäuser – umfassend zu modernisieren. Mit der Investition in zeitgemäße Healthcare- und Kommunikationstechnologie steht den Patienten heute ein leistungsstarkes und zugleich benutzerfreundliches System zur Verfügung. Es reicht vom attraktiven TV-Angebot am Krankenbett bis hin zu komfortablen Telefonverbindungen ins Mobilfunk- und Festnetz.

Auch das Personal profitiert deutlich von der neuen Lösung: Durch die Einführung moderner DECT-Schnurlostechnik werden Arbeitsabläufe vereinfacht und Mitarbeitende spürbar entlastet. Neben einer einfachen internen Abstimmung per Telefon ist auch die Alarmierung von Bereitschaftspersonal heute zuverlässiger und effizienter organisiert.

Southern California Orthopedic Institute (SCOI) verdeutlicht, wie technische Altlasten die Patientensicherheit gefährden können. Die Kommunikationsumgebung war über die Jahre in einen schlechten Zustand geraten: fehlerhafte Komponenten der hausinternen Telefonanlage und keinerlei Transparenz über abgebrochene Anrufe — mit der Folge, dass prä- und postoperative Nachsorge nicht zuverlässig stattfanden.

Die Modernisierung mit aktualisiertem Auto-Attendant und Contact-Center-Funktionen stellte die Zuverlässigkeit wieder her und reduzierte abgebrochene Anrufe spürbar. Der Wechsel von veralteter Telekommunikationsinfrastruktur auf VoIP ersetzte eine fragile, historisch gewachsene Umgebung durch eine stabile, skalierbare Lösung — mit kürzeren Reaktionszeiten und messbaren Verbesserungen in der Patientenzufriedenheit.

Diese Beispiele zeigen, wie Kommunikationssysteme die Fähigkeit einer Einrichtung bestimmen, die Nachfrage zu steuern sowie die Qualität der Versorgung und das Wohlbefinden des Personals zu sichern.

Die strategische Abwägung: Modernisieren oder weiter um das System herum arbeiten?

Gesundheitseinrichtungen stehen vor einer kritischen Entscheidung: Abläufe weiter an alternde Kommunikationssysteme anpassen — oder die Kommunikationsarchitektur neu ausrichten an der Art, wie Versorgung heute funktioniert.

Einrichtungen, die eine Modernisierung aufschieben, handeln dabei selten leichtfertig. Legacy-Systeme sind tief in klinische und administrative Abläufe eingebettet. Eine Migration während des laufenden Betriebs birgt reale Risiken. Haushaltszyklen passen nicht immer zu Infrastrukturbedarfen. Compliance-Anforderungen erhöhen die Komplexität bei der Anbieterauswahl. Und für Einrichtungen, die ohnehin unter Personaldruck stehen, erscheint eine große Plattformmigration oft als Luxus, den man sich später leisten will.

Das sind berechtigte Einwände. Aber die Rechnung ändert sich, wenn man einbezieht, was Verzögerung tatsächlich kostet. Alternde Infrastruktur erfordert immer teurere Wartung. Behelfslösungen häufen sich und untergraben langfristig Effizienz und das Patientenerlebnis. Sicherheitsrisiken und Compliance-Versäumnisse wachsen, je mehr sich Systeme von unterstützten Konfigurationen entfernen. Und wenn eine Belastungsspitze kommt oder ein System ausfällt, stellen Einrichtungen fest: Die Kosten der Betriebskontinuität übersteigen bei weitem das, was eine frühzeitige Modernisierung erfordert hätte.

Zuverlässige Kommunikationsinfrastruktur wirkt sich auf Verfügbarkeit und Betriebskontinuität aus, auf Datensicherheit und Compliance, auf Patientenzugang und -erlebnis, auf die Arbeitslast des Personals und die Fähigkeit dieses langfristig zu halten sowie auf langfristige Skalierbarkeit über telemedizinische, stationäre und hybride Versorgungsmodelle hinweg. In einem Hochlastumfeld ist Ausfall gleichbedeutend mit Risiko.

Die Frage ist also nicht ob modernisiert werden soll, sondern ob zu eigenen Bedingungen oder unter Druck.

Ist Ihre Einrichtung bereit für den nächsten Nachfragezyklus?

Das Gesundheitswesen wird weiter an Komplexität gewinnen. Die Fähigkeit zu reagieren hängt davon ab, ob die Kommunikationsarchitektur sich schnell anpassen kann — ohne neue operative Reibung zu erzeugen.

Drei Fragen helfen Entscheidern bei der Analyse:

  • Kann Ihre Kommunikationsumgebung plötzliche Anstiege bei Patientenanfragen abfangen, ohne Qualitätseinbußen?
  • Verfügen Ihre Mitarbeitenden über einheitliche Kollaborationstools — standortübergreifend, fachübergreifend und für alle Versorgungsmodelle?
  • Nutzen Sie KI-gestützte Kommunikationsfunktionen, um administrative Last zu reduzieren und den Patientenzugang zu verbessern?

Wenn die Antwort auf eine dieser Fragen unklar bleibt, ist es möglicherweise an der Zeit, einen skalierbareren, einheitlicheren Kommunikationsansatz zu evaluieren.


Empfohlene Lösungen für die steigende Nachfrage im Gesundheitswesen

Anwendungsbereich 

Beschreibung 

Mitel-Lösung 

Intelligentes Anruf-Routing und Warteschlangenmanagement 

Patienten schnell an die richtige Anlaufstelle leiten um Wartezeiten zu verkürzen und den zu Service verbessern 

Mitel CX 

KI-gestützte virtuelle Agenten und Self-Service 

Terminvergabe und Routineanfragen automatisieren, damit sich Mitarbeitende auf komplexe Fälle konzentrieren können 

Generative AI Contact Center Solutions 

Mitel CX 

Omnichannel-Patienteninteraktion 

Telefonie, Chat und digitale Kanäle in einem einheitlichen Patientenerlebnis zusammenführen 

MiCollab 

Mitel CX 

Sichere Integration mit KIS/PVS-Systemen 

Kommunikation in klinische Abläufe einbetten ohne Compliance zu gefährden 

Mitel Workflow Studio und Partnerschaften mit KIS/PVS-Integrationsanbietern 

Beratung und Managed Services für Skalierbarkeit 

Beratung durch Experten zur Optimierung der Infrastruktur und Einhaltung von Compliance-Anforderungen während Nachfragespitzen 

Mitel Professional Services 

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Blair Wisner Senior Manager of Sales Engineering

Blair Wisner ist Senior Manager of Sales Engineering bei Mitel und leitet Teams, die Unternehmen bei der Modernisierung ihrer Kommunikation unterstützen. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in den Bereichen Unified Communications, VoIP, UCaaS und Contact-Center-Lösungen verfügt Blair über umfassende technische Kenntnisse und kundenorientierte Vertriebskompetenz.
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