Niemand kann in die Kristallkugel schauen, aber wir alle wissen, dass das Leben nie wieder so sein wird, wie es vor COVID-19 war. Im Jahr 2020 erlebten wir große Veränderungen im Hinblick darauf, wie wir leben, arbeiten, lernen und kommunizieren. Das Wort „Hybrid“ beschreibt diese Veränderungen und das, was die Zukunft bringt, am besten: ein hybrides Arbeitsmodell. Wir werden nicht in die Vergangenheit zurückkehren, aber wir werden auch nicht im Pandemie-Modus verharren.

Das vergangene Jahr war von einer rasanten Entwicklung bei der Akzeptanz und Nutzung neuer Technologien geprägt. Die Einführung fortschrittlicher Technologien in den Bereichen Betriebsabläufe, Redundanzen in der Lieferkette und Datensicherheit verlief 20- bis 25-mal schneller, als sich die meisten Führungskräfte vorstellen konnten, berichtet McKinsey. Die Digitalisierung hatte enorme Auswirkungen auf den Kundenservice, die Remote-Arbeit, die Arbeitsabläufe und das Gesundheitswesen.

Hybrider Lifestyle

Das Online-Shopping, das bereits vor der Pandemie zunehmend beliebter wurde, stieg im Jahr 2020 sprunghaft an. Tatsächlich gaben die US-amerikanischen Verbraucher im vergangenen Jahr 44 % mehr online aus, verglichen mit einem Anstieg von 15 % im Jahr 2019. Die Lieferung von Waren und Lebensmitteln nach Hause, kontaktlose Abholmöglichkeiten und andere hybride Einkaufsgewohnheiten haben sich etabliert. Die Kunden schätzen die Einfachheit, die große Produktauswahl und die Geschwindigkeit. Wer mag es nicht, sofort zufriedengestellt zu werden? Die Unternehmen haben auf diese Nachfrage reagiert, indem sie digitale Kundenkanäle wie Chatbots, mobile Apps und andere E-Commerce-Tools bereitgestellt haben.

Das Retail Banking, das vor COVID schon weiter war als die meisten Unternehmen, hat seine Digitalisierung beschleunigt, um Kunden besser bedienen zu können.  Eine Mehrheit der Führungskräfte aus dem Finanz- und Versicherungswesen sowie der IT-Branche berichtete, dass im vergangenen Jahr verstärkt auf Automatisierung in den Arbeitsabläufen gesetzt wurde.

Kontaktlose Bezahlmethoden und digitale Workflows sind zwei Beispiele dafür. Es ist noch gar nicht so lange her, da war die Beantragung einer Hypothek mit viel Papierkram und mehreren Besuchen in der Filiale verbunden. Mithilfe von kognitiver Dokumentenautomatisierung, künstlicher Intelligenz (KI) und anderen Automatisierungstools haben sich Banken schnell von der persönlichen Interaktion entfernt und ermöglichen es Kunden, alle relevanten Dokumente hochzuladen, einschließlich Bilddateien und PDFs. Es ist eine Ausweiskontrolle erforderlich? Der Kunde macht ein Foto mit seinem Smartphone und lädt es in seinen Online-Antrag hoch. Die Bankmitarbeiterin, die den Antrag bearbeitet, sitzt wahrscheinlich nicht in der Filiale, sondern bei sich zu Hause.

Die Basis für all das ist die Cloud. Unternehmen können ihre Kapazitäten schnell erweitern, ohne Hardware oder Software kaufen zu müssen. Dieses Kapital kann verwendet werden, um Abläufe zu verändern, neue Talente einzustellen oder neue Produkte einzuführen.

Hybrides Arbeitsmodell

„Sie wollen von zu Hause aus arbeiten?“ Vor der Pandemie wurde diese Frage mit einer hochgezogenen Augenbraue gestellt. Einige Unternehmen boten diese Möglichkeit an, aber die meisten lehnten sie ab und verwiesen auf die Wichtigkeit von Gesprächen Angesicht zu Angesicht, Unternehmenskultur und höherer Produktivität.

Diese Argumente sind nicht mehr stichhaltig. Wenn es eine Sache gibt, die die Pandemie bewiesen hat, dann ist es, dass ein hybrider Arbeitsplatz oder die Remote-Arbeit der Produktivität nicht geschadet hat. In vielen Situationen kann sie sogar gesteigert werden. Cloud-Kommunikation ermöglicht es Mitarbeitern, digital zu interagieren und einfach zusammenzuarbeiten, indem sie Tools wie Videokonferenzen, File Sharing, gemeinsame Arbeitsumgebungen und Instant Messaging nutzen. Ohne diese operative Unterstützung würden die Produktivität und die Interaktion im Team leiden.  
Laut vielen Führungskräften sind hybride Arbeitsmodelle auf dem Vormarsch. Das McKinsey Global Institute (MGI) schätzt, dass mehr als 20 % der Arbeitnehmer in hochqualifizierten, nicht kundenorientierten Berufen (z. B. Finanzen, Versicherungen, IT) sehr effektiv remote arbeiten könnten, und das sogar an drei bis fünf Tagen pro Woche. Fortschritte in der Cloud-Kommunikation, Automatisierung und Digitalisierung haben dies möglich gemacht. Darüber hinaus schätzen viele Mitarbeiter die Flexibilität (besonders wenn sie Kinderbetreuung oder andere familiäre Verpflichtungen unter einen Hut bringen müssen) und geben an, weniger Stress zu haben.

Die Umstellung auf Remote-Arbeit und die Einführung von Automatisierung gehen Hand in Hand. In einer Umfrage unter 800 Führungskräften im Juni 2020 berichteten 80 % der Unternehmen, die den Großteil ihrer Belegschaft auf Remote-Arbeit umgestellt haben, auch von einer zunehmenden Automatisierung. In Unternehmen, in denen nur wenige Mitarbeiter remote arbeiteten, gaben nur 51 % an, mehr auf Automatisierung zu setzen.

Diese Fähigkeit, leichter über Zeit und Raum hinweg zu kommunizieren, hat weitreichende Auswirkungen. Der Markt für Gewerbeimmobilien ist sicherlich im Umbruch, da Organisationen den Bedarf an Büroflächen neu bewerten. Unternehmen setzen mehr Freelancer und Zeitarbeiter ein. Geschäftsreisen sind rückläufig und werden es wahrscheinlich auch noch eine Weile bleiben, zumal viele Unternehmen feststellen, dass Videokonferenzen für Verkaufsgespräche und Konferenzen genauso effektiv sind. 

Aber jedes Unternehmen muss sorgfältig abwägen, bevor es sich für ein hybrides Arbeitsmodell entscheidet. Welche Aufgaben – nicht Rollen oder Jobs – können remote erledigt werden? Wie wichtig ist die persönliche Zusammenarbeit mit Kollegen, um die Unternehmenskultur aufzubauen und zu unterstützen? Außerdem entfaltet sich die Kreativität manchmal am besten, wenn die Mitarbeiter im selben Raum sitzen.

Hybrides Gesundheitswesen

Eine der bedeutendsten Veränderungen infolge von COVID betraf die Digitalisierung der Medizin, d. h. die Einführung von Telemedizin oder die virtuelle Kommunikation mit medizinischem Fachpersonal. Die Technologie und die Digitalisierung im Gesundheitswesen war schon vor der Pandemie verfügbar, aber sowohl Anbieter als auch Patienten waren zurückhaltend. Die cloudbasierte Videokonferenztechnologie, die über das Internet zugänglich ist, hat dazu beigetragen, dass alle den Wert der Telemedizin erkannt haben.

Ein Nachsorgetermin, oft nur ein Gespräch mit dem Gesundheitsdienstleister, lässt sich virtuell viel effizienter und bequemer durchführen. Wenn ein Patient an einer schweren Erkältung erkrankt, die gerade „die Runde macht“, kann der Anbieter das Problem per Videoanruf diagnostizieren und der kranke Patient kann zu Hause bleiben. In Zukunft wird es wohl eine Mischung aus persönlicher und virtueller Gesundheitsfürsorge geben. 

COVID hat auch die Nutzung von gesundheitsbezogenen mobilen Apps vorangetrieben. Weltweit wurde im Jahr 2020 ein Anstieg von 65 % bei den Downloads von medizinischen Apps verzeichnet. Aufgrund der weiten Verbreitung von Smartphones und der schnellen Akzeptanz von mobilen Apps können Patienten und Anbieter wichtige Gesundheitsinformationen austauschen. Eine App zur Nachverfolgung von Migränekopfschmerzen liefert beispielsweise einen Bericht, den Patienten mit ihren Ärzten teilen können. Eine App zur Überwachung von Vorhofflimmern ermöglicht es einem Patienten, seinen Zustand zu überprüfen, wenn er sich unwohl fühlt. 

Die Telemedizin bietet sowohl Vor- als auch Nachteile. Damit diese Apps wirklich nützlich sind, müssen sie mit elektronischen Gesundheitsakten integriert werden. Die Daten müssen leicht abrufbar und für Gesundheitsdienstleister zugänglich sein. Mit cloudbasierter Kommunikation macht eine Software, die diese Datenbanken verbindet, mobile Gesundheits-Apps noch leistungsfähiger.

Dies sind nur einige wenige Beispiele dafür, wie unser zunehmend „hybrider“ Lebensstil zur neuen Norm wird – und sie veranschaulichen, warum wir glauben, dass „hybrid“ das Wort des Jahres ist. Technologien wie cloudbasierte Kommunikation ermöglichen ganzheitliche Lösungen für das Zuhause, den Arbeitsplatz und die Gesundheitsversorgung. Die Art und Weise, wie wir leben, arbeiten und kommunizieren, wird vielleicht nie mehr dieselbe sein, aber hybride Kommunikation wird Menschen und Unternehmen mehr Flexibilität und Optionen bieten als je zuvor.

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