Mit dem Übergang in die Zeit nach der Pandemie werden viele von uns zu einem hybriden Arbeitsplatz wechseln. Es wird erwartet, dass wir einige Tage im Büro und einige Tage von zu Hause aus arbeiten. Im Gegensatz zur reinen Telearbeit wird laut PwC jedoch wahrscheinlich hybrides Arbeiten zur Norm werden. 68 % der von der Unternehmensberatung befragten Führungskräfte sind der Meinung, dass Mitarbeiter mindestens drei Tage pro Woche im Büro sein sollten, aber 69 % befürworten einen Anteil an Telearbeit.

Genauso wie der Übergang zur Telearbeit eine Herausforderung war, können wir davon ausgehen, dass es bei der Rückkehr ins Büro noch ein wenig holprig wird, bis wir uns alle an das Hybrid-Work gewöhnen. Wie können Sie den Übergang erleichtern und das Beste aus dem flexiblen Arbeitsmodell herausholen? Beginnen Sie damit, sich diese fünf Gewohnheiten anzueignen. 

 

1. Richten Sie Ihren Arbeitsplatz zu Hause und im Büro gleich ein 

Damit Sie im flexiblen Arbeitsmodell optimal produktiv arbeiten können, sollten Ihre Arbeitsplätze zu Hause und im Büro gleich eingerichtet sein. Ist Ihr Schreibtisch zu Hause ergonomisch? Brauchen Sie zwei Bildschirme? Wäre ein Drucker praktisch? Je mehr sich diese Räume ähneln, desto weniger Übergangszeit benötigen Sie, wenn Sie die Umgebung wechseln.

Dies gilt insbesondere für die Technologie und den Zugang zu Kommunikations- und Geschäftsanwendungen. Nichts ist frustrierender, als sich zu Hause in den Arbeitstag zu stürzen und dann festzustellen, dass man nicht auf das Telefonverzeichnis des Unternehmens zugreifen oder sicher mit Kollegen zusammenarbeiten kann. Dadurch entsteht eine immer länger werdende Liste von Aufgaben, die nur dann erledigt werden können, wenn man im Unternehmen vor Ort ist. 


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2. Minimieren Sie die Ablenkungen zu Hause

Die meisten von uns teilen ihr Zuhause mit Mitbewohnern, Familienmitgliedern und Haustieren. Damit flexible Arbeitsmodelle funktionieren, ist es wichtig, gesunde Grenzen zu setzen. Richten Sie einen separaten Arbeitsplatz ein, wenn es der Platz erlaubt. Halten Sie regelmäßige Arbeitszeiten ein und lassen Sie andere Bewohner wissen, dass Sie während dieser Zeiten nicht gestört werden möchten.

Vermeiden Sie außerdem Bereiche, in denen Dinge wie Rechnungen, Geschirr und Wäsche in Sichtweite sind. Auch wenn es beim ortsunabhängigen Arbeiten eine willkommene Abwechslung ist, gelegentlich saubere Handtücher zu falten, sollten Sie vermeiden, dass die Hausarbeit Ihren Tag einnimmt.

Ein weiterer häufiger Störfaktor ist Lärm. Sei es der Nachbar, der seine Küche renoviert, oder Ihr Hund, der den Postboten anbellt – zu Hause ist die Geräuschkulisse einfach anders als im Büro. Wenn Sie abgelenkt sind, sollten Sie Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung in Erwägung ziehen, die sowohl im Homeoffice als auch im Büro sehr hilfreich sind. 


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3. Gewöhnen Sie sich an, virtuell „vorbeizuschauen“ 

Wenn Sie hybrid arbeiten, kann es verlockend sein, weniger angenehme Aufgaben und Unterhaltungen für die Tage im Büro aufzusparen. Vielleicht stören Sie Ihre Kollegen nur ungern mit einem Videoanruf. Vielleicht ziehen Sie es einfach vor, Meetings persönlich zu führen. Egal, was Ihre Gründe sind – diese Interaktionen für das Büro aufzusparen, kann schnell zu unproduktiven und unübersichtlichen Tagen führen. 

Gewöhnen Sie sich stattdessen an, virtuell „vorbeizuschauen“. Früher haben viele von uns regelmäßig spontan den Input eines Kollegen eingeholt. Sie können dies zu einer virtuellen Gewohnheit machen. Mit einem einzigen Klick können Sie Ihren Bildschirm freigeben, einen Chat starten oder einen Videoanruf tätigen. Es mag sich anfangs komisch anfühlen, aber wir sind Gewohnheitstiere. Je mehr Sie die Technologie nutzen, desto natürlicher wird der Umgang damit. 

 

4. Gestalten Sie Ihre Arbeit emotional nachhaltig 

COVID-19 stellt für so gut wie alle eine mentale Belastung dar. Eine Studie der Harvard Graduate School of Education belegt, dass 43 % der jungen Erwachsenen seit dem Ausbruch der Pandemie über zunehmende Einsamkeit berichteten. Das hybride Arbeitsmodell kann helfen, diese Belastung zu verringern.

Für die meisten von uns hat unser Zuhause im vergangenen Jahr als Büro, Fitnessstudio, Schule, Theater und Restaurant in einem gedient. Jetzt, wo Sie hybrid arbeiten, sollten Sie es zu einer Priorität machen, sich während der Tage im Büro mit anderen Menschen zu treffen. Essen Sie mit einem Kollegen oder gehen Sie in der Mittagspause gemeinsam spazieren. Wir brauchen ein Gleichgewicht zwischen Routine und Neuem – sorgen Sie nach Möglichkeit für Abwechslung.  

5. Bleiben Sie mit Ihrem Manager in Kontakt 

Die Beziehung zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern beruht auf Gegenseitigkeit. Denken Sie also daran, dass beide Seiten unterschiedlichen Sorgen und Stressfaktoren ausgesetzt sind. Und beide werden sich nach der Pandemie an die neuen flexiblen Arbeitsmodelle anpassen müssen.

Die effektivsten Mitarbeiter und Manager führen ihren Erfolg auf klare Kommunikation zurück. Laut Gallup motivieren häufige Kommunikation und Feedback von Managern die Mitarbeiter, sich stärker zu engagieren. Dennoch können die Mitarbeiter selbst die Interaktion beeinflussen. Anstatt darauf zu warten, dass sich Ihr Vorgesetzter bei Ihnen meldet, sollten Sie es sich beim hybriden Arbeiten zur Gewohnheit machen, Fragen zu stellen und um Hilfe zu bitten – vor allem an Tagen, an denen Sie nicht gemeinsam im Büro sind. 

Denken Sie auch daran, dass Sie und Ihr Vorgesetzter möglicherweise unterschiedliche Vorstellungen über die ideale Anzahl von Tagen im Büro und im Homeoffice haben. Klären Sie Ihre Präferenzen ab, damit dies nicht zu einem Streitpunkt wird.

Der Übergang zu einem Hybrid-Work-Modell ist eine lange Reise und keine Spazierfahrt. Die passende Arbeitsroutine nach Lockdown bei der Transition von Homeoffice wieder ins Büro für Sie und Ihren Vorgesetzten zu finden, wird einige Anläufe brauchen. Sie werden anfangs nicht wissen, welche Gewohnheit sich durchsetzen wird, aber das ist in Ordnung. Nehmen Sie sich einfach die Zeit herauszufinden, wie Sie am besten arbeiten.


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